Der Kampf um Gesundheit

Im Leistungssport ist der Grad schmal, Verletzung und Krankheit liegen immer nah beieinander. Wir Sportler setzen uns  dennoch dem erhöhten Risiko aus, um unsere Leidenschaft zu leben. Denn es nicht zu tun, wäre für uns ein Verlust der Lebensqualität. So geht es aber auch vielen Breitensportlern.

OCR = Gefährlich ...

Nicht mehr als alle anderen Sportarten. Trotzdem kann es passieren,  dass der Sport seine Spuren hinterlässt.                Wie zuletzt bei mir persönlich. 

Bei meinem Sturz aus ca. 4m Höhe auf den oberen Brustkorb, beim kürzlich statt gefundenen OCR - Wettkampf in Tschechien, habe ich mir neben einer Gehirnerschütterung auch eine Rippenprellung zugezogen. Die Gesundheit ist mir sehr wichtig und somit möchte ich sie auch in vollen Zügen geniessen. Dazu gehört für mich, eben genau auch diese physische und psychische Grenzerfahrung. Auch wenn dies nicht immer für alle verständlich ist.

Mein Weg zur Gesundheit

 

Frisch nach der Verletzung musste ich sicherstellen, dass keine meiner Rippen die Lunge verletzt hatte. Mit Hilfe vom med. Fachpersonal vor Ort, war das möglich. 

Also lautete die erste Diagnose Prellung der Rippen (ca. 4.-6. Rippe), Gehirnerschütterung mit kleineren Zerrungen der Halsmuskulatur, sowie Muskelprellungen im Bereich des Brustkorbes.

 

Mit dieser Diagnose wird fast jedes med. Fachpersonal auf Medikamente mit einer schmerz -und entzündungslindernden Wirkung raten. Des weiteren, Erholung und was einem Gut tut. So, wie auch bei mir.

 

Mein Plan sah ab jetzt wie folgt aus:

 

1. Ernährung

2. Erholung

3. Beweglichkeit

4. Physiotherapie/ TCM

5. Stabilisation

6. sportliche Belastung 

1. Ernährung - voller Angriff mit Eigenheilung

So schnell es ging, habe ich mir meinen üblichen Gympro Protein Shake gemacht. 

Zudem kommt jetzt täglich Folgendes in meinen Magen:

 

- Vor allem grünes Gemüse 

- Hauptaugenmerk auf Ananas und Kiwis 

- Cashews, Mandeln, Kürbiskerne, Leinsamen, Hanfsamen

- Knoblauch und Zwiebeln

- Leinsamenöl, Olivenöl 

- Minze, Salbei, Petersilie, Kurkuma und noch viele andere Kräuter

- Eier

- Käse aus Vollfett

 

Supplemente wie:

- Zink

- Aminosäuren - EAA, L-Glutamin

- Chondroitin + Glucosamin + Kollagen- Hydrolysat

- Whey Protein

 

All das dient der Förderung der Genesung, Lieferung von Aufbaunährstoffen, Bekämpfung von freien Radikalen und Abtransport der Zelltrümmer, sowie der Unterstützung der Entzündung (Gewebe kann nur bei normal ablaufenden Entzündungsprozessen heilen)..

2. Erholung - Schlaf, Henry anschauen und Sonne tanken

So viel und hochwertig wie nur möglich, versuche ich mich zu entspannen. Glückshormone ausschütten heisst die Devise. Dabei hilft mir der tägliche Anblick von diesem schwarzen Chaoten. Am besten in der Kombination mit täglich 60 min. Sonne. 

 

- Vitamin D3 Produktion

- Serotonin Ausschüttung

- Sympathikus - Entspannung und Parasymphatikus - Aktivierung

 

Ziel ist ein ausbalancierter Hormonhaushalt. 

3. Beweglichkeit - Vom Klotz zur Feder

Viel kann ich mich nicht bewegen aber dennoch versuche ich immer wieder an den Schmerz heran zu bewegen. Ohne Schmerzmittel versteht sich.

Je nach Gefühl mache ich 2-3 Einheiten mit ca. 15-30 min.. Diese Einheiten bauen sich aus verschiedenen Konzepten zusammen (z.b. Yoga, Dehnen, Spazieren). Alles dient der Beweglichkeit und Entspannung. Während dessen lege ich grossen Wert auf die Atmung.

 

So wird das Gewebe durchblutet und mit Nährstoffen beliefert. Auch werden dabei kontrollierte Reize für die Kollagene gesetzt, um sich an die gewünschte Bewegung zu gewöhnen.

4. Physio/TCM - 2 Hände mit grosser Wirkung

Aufgrund meines Berufes, weiss ich von den Fähigkeiten meiner Kollegen und nehme sie in dieser Situation sehr dankend in Anspruch. 

Viele Gelenke, Muskeln, Faszien und andere Strukturen kann man nicht selbst mobilisieren. Zudem will man auch mal "gestreichelt" werden :-)

5. Stabilisation - ein Gefühl der Normalität

Die Schmerzen werden weniger, der Drang nach Bewegung wird stärker. Vorsicht! 

Das neue Gewebe ist noch nicht sehr belastbar und muss gezielt an die gewünschte Aktivität herangeführt werden.

Ich trainiere nicht mit Gewichten oder mache Sprünge. Viel besser - Stabilisation der lokalen Muskeln an der HWS, am Schultergürtel, LWS/ Rumpf, Hüftgelenk, Kniegelenk und am Fuss. 

Ohne Muskelkater und Schmerzen um keine weiteren, neuen entzündlichen Prozesse zu provozieren. 

Alles im koordinativen Bereich (20 -50 Wiederholungen). 

Den Weg fest im Blick - Ziele treiben uns an

Ich verlasse mich auf meinen Körper und meine Gefühle. Nach 5 Tagen fühle ich mich schon viel besser.

Rennen, Schwimmen, Krafttraining und Arbeiten ist derzeit nicht möglich. Zähne putzen schon :-)

Ich bin positiv eingestellt und werde diszipliniert arbeiten um in 5 1/2 Wochen an der OCR EM zu starten.